Geschwindigkeit in WordPress mit W3 Total Cache

W3 steht zwar nicht unbedingt für Warp Geschwindigkeit, aber eine WordPress-Installation um den Faktor 3 zu beschleunigen ist schon möglich. Eine schnelle Website wird in einer schnelllebigen Zeit immer wichtiger, wenn man nur einen Mausklick oder Fingertip von der nächsten (womöglich schnelleren) Seite entfernt ist.

Geschwindigkeit durch WordPress PluginDadurch, dass die Seite nicht jedesmal neu am Webserver „zusammengebaut“ werden muss, sondern fix fertig aus dem Cache kommt, ist die Zeit für das sogenannte First Byte natürlich wesentlich und spürbar kürzer. Da macht das Surfen dann auch wieder Spaß, wenn auch die Gesamtladezeit der Seite nicht durch das Caching verkürzt wird. Es müssen immerhin noch genau so viele Bytes vom Server übertragen werden.

Was aber die Geschwindigkeit erhöht ist das sogenannte Minify, bei dem Leerzeichen, Tabulatoren, Absätze u. dgl. aus dem Quelltext von HTML-, CSS- und Javascript-Dateien entfernt wird.

Geschwindigkeit für Kundenwebsite

Für ein Kundenprojekt habe ich mal die Vorher-Nachher-Werte protokoliert und der Unterschied ist gewaltig. Nicht nur, dass die Seite gefühlt wesentlich schneller ist, der Geschwindigkeitsvorteil macht sich auch bei der Bewertung du Googles PageSpeed Insight deutlich bemerkbar. Die Tools zur Geschwindigkeitsmessung sind auf einer eigenen Seite beschrieben.

Also zunächst das Plugin installieren und dann aktivieren und zu den Einstellungen wechseln. Die sind in der Auswahlleiste ganz links unter Performance zu finden.

Das hat sich bislang bewährt (nur die Änderung zur Standardeinstellung sind angeführt):

General Settings

  • Page Cache Enable
  • Minify Enable, Minify Mode Manual (Auto bringt eine Fehlermeldung auf meinem Server)
  • Database Cache Enable
    Wenn Woocommerce verwendet wird _wc_session_ unter Database Cache Ingnored Query Strings hinzufügen
  • Object Cache Enable
  • Browser Cache Enable

Minify

Wird das Sucuri Security Plugin verwendet, muss die now.php von W§ Total Cache im Plugins-Verzeichnis (wp-content) auf die Whitelist Blockes PHP Files gesetzt werden.

  • Disable minify for logged in users … sonst wird das Debugging schwierig (optional)
  • Minify error notification: Admin Notification kann hier nützlich sein
  • HTML minify settings: Enable, Inline CSS minification, Inline JS minification, Line break removal
  • JS minify settings: Enable, Embed type: Non-blocking using „async“, Preserved comment removal, Line break removal

    Wenn MinifyMode Manual dann müssen hier alle Javascripts eingetragen werden. Die jqery.js, die Javascripts von

    • Awsome Responsive Menu,
    • Background Manager,
    • T(-) Countdown und
    • Wp Lightbox Bank Plugin

      können z. Zt. nicht erfolgreich minified (bzw. in den Fußbereich der Seite gestellt) werden. Um zumindest die Dateigröße zu vermindern, kann der Inhalt der Dateien manuell verkleinert werden. Ein Online-Tool hierzu findet sich unter Online Javascript Compression Tool.

      Die JS’s von Visual Form Builder und MapPress Easy Google Maps Plugin scheinen dankenswerterweise nur auf Seiten auf, auf denen es auch Formulare gibt.

  • CSS minify settings: Enable, Preserved comment removal,  Line break removal, @import handling: Process.

    Auch hier müssen im manuellen Minify Modus die CSS-Dateien eingetragen werden.

    Mit <!– W3TC-include-css –> kann man die zusammengefassten CSS in der footer.php ans Ende stellen (vor </body>). Analog dazu gibt es auch einen Tag für JavaScript: <!– W3TC-include-js-head –>

Database Cache

  • Wenn Woocommerce verwendet wird _wc_session_ unter Database Cache Ignored

Browser Cache

General

  • Set expires header
  • Set cache control header
  • Set entity tag (eTag)

Install

  • WordPress SEO by Yoast Extension aktivieren falls WordPress SEO verwendet wird